ALTRUJA-BUTTON-Z7YE

 

Über uns

Der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband HEUTE:

Der Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband ist die Dachorganisation der landeskirchlichen Gemeinschaftsbewegung in Deutschland, in Österreich und in den Niederlanden. Er ist die größte freie Bewegung im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als Dachverband ist er der Zusammenschluss der regionalen Gemeinschaftsverbände und der mit ihnen verbundenen Werke:

  • 37 regionale Gemeinschaftsverbände, zwei davon in Österreich, einer in den Niederlanden
  • 6 Jugendverbände
  • 13 Bibelschulen / theologische Seminare / Hochschulen
  • 6 Missionsgesellschaften
  • 16 Diakonissen-Mutterhäuser
  • 12 Werke mit besonderer Aufgabenstellung
  • 16 diakonische Einrichtungen
Organigramm des Verbandes

Satzung des Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes e. V.
Gnadauer Vorstand

Präses:
Dr. Michael Diener

Präses seit 2009.

Stellvertretender Vorsitzender:
Günter Blatz

Personalvorstand im Evangelischen Gemeinschaftsverband Württemberg – die Apis e.V.
Im Vorstand des Gnadauer Verbandes seit 2012.

Schatzmeister:
Jürgen Schleicher

Dipl. Bankbetriebswirt (ADG) und  Stiftungsmanager  (DSA)
beschäftigt bei der  Evangelische Bank eG, Kassel
im Fachreferat Institutionelle Kunden und EB-Stiftungsmanagement
Im Gnadauer Vorstand als Schatzmeister seit 2006.
Vorsitzender des Vorstands der Gnadauer Förderstiftung seit 24. Mai 2002.

Generalsekretär:
Frank Spatz

Generalsekretär seit 2014.

Beisitzerin:

Evelyn Dluzak
Im Hauptberuf Diakonisse der Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf; dort in leitender Funktion.
Im Gnadauer Vorstand seit 2012.

Beisitzer:

Konrad Flämig
Seit 2008 Geistlicher Leiter (Verbandsinspektor) des Landeskirchlichen Gemeinschaftsverbandes Bayern (Puschendorf).
Im Gnadauer Vorstand seit 2012.

Beisitzer:

Matthias Frey
Direktor der Stiftung „Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR“ in Marburg.
Im Gnadauer Vorstand seit 2015.

Beisitzer:

Norbert Held
Seit 2009 Inspektor im Evangelischen Gemeinschaftsverband Hessen-Nassau e.V., Neukirchen /Knüll.
Im Gnadauer Vorstand seit 2012.

Beisitzer:

Pfarrer Detlef Krause
Direktor der Liebenzeller Mission.
Im Gnadauer Vorstand seit 2006.

Beisitzer:

Pfarrer Gerold Vorländer
Leitender Missionarischer Mitarbeiter der Berliner Stadtmission.
Im Gnadauer Vorstand seit 2015.

Beisitzer:

Rudolf Westerheide
Leitet als Bundespfarrer den Deutschen EC-Verband mit seinen missionarischen und diakonischen Arbeitsbereichen.
Im Gnadauer Vorstand seit 2006.

Beisitzerin:

Elke Wicke
Stellvertretende Vorsitzende im Evangelischen Sängerbund e.V. (esb) in Wuppertal – dort auch verantwortlich für Redaktion, Öffentlichkeitsarbeit und Rechteverwaltung. Stellv. Vorsitzende in der Landeskirchlichen Gemeinschaft e.V. (LKG) in Wuppertal. Im Gnadauer Vorstand seit Februar 2012.

Beisitzer:

René Winkler
engagiert sich als Direktor von Chrischona International für den Chrischona-Auftrag: Jesus erleben – Menschen fördern – dem Nächsten dienen. Zum evangelischen Chrischona-Verband gehören unter anderem das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) sowie die Chrischona-Gemeinden in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich und im Südlichen Afrika.
Im Gnadauer Vorstand seit Februar 2017.

Konferenzen, Kongresse, Fachtagungen

In der Arbeit des Verbandes haben Fachjtagungen und Kongresse einen wichtigen Stellenwert. Sie sind ein besonderes Angebot für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 1981 fand ein erster großer Gnadauer Kongress mit ca. 2000 Teilnehmern in Gunzenhausen statt. Ähnliche Akzente folgten in unregelmäßigen Abständen: z. B. der Gnadauer Hauptamtlichen-Kongress »auf sendung« in 2007 und »beziehungsweise« (ein Kongress für evangelische Lebensgestaltung) im Oktober 2003. Im Jahr 2013 hat der Kongress „Neues wagen“ in Erfurt mit 2.500 haupt- und ehrenamtlichen Teilnehmenden ein starkes und weitreichendes Echo gefunden und wirkt bis heute nach. Zahlenmäßig kleinere Veranstaltungen sind die Fachtagungen, die im zwei bis dreijährigen Rhythmus zu bestimmten Themenbereichen mit Verantwortlichen aus den Verbänden und Regionen stattfinden, wie zum Beispiel „denk mal“ für Kinder-Mitarbeiter, die Frauen-Fachtagungen oder auch die „Theologische Werkstatt“.

Arbeitskreise

Die Gnadauer Arbeitskreise stellen eine wesentliche Vernetzung der vielfältigen Fachkompetenzen innerhalb der Gemeinschaftsbewegung dar. Experten aus verschiedenen Arbeitsbereichen wirken hier verbandsübergreifend zusammen. Mitglieder dieser ständigen Arbeitskreise werden vom Gnadauer Vorstand berufen. Die Arbeitskreise sind wichtige Impulsgeber für die Gnadauer Mitgliederversammlung und den Vorstand. Sie bereiten die Fachtagungen und Kongresse inhaltlich vor und erarbeiten Erklärungen, Broschüren und Handreichungen für die konkrete Gemeinde-/Gemeinschaftsarbeit in den Verbänden.

Veröffentlichungen

Von der Gnadauer Zentrale werden neben den periodischen Veröffentlichungen des Gnadauer Verlages (Zeitschrift »wir – gemeinsam unterwegs«, die Bibellese »Leben aus dem Wort«, die Arbeitshilfe für Gesprächskreise »Bibel im Gespräch«, die Vorbereitungshilfe »KiMat« für Kinderstunden und Kindergottesdienste im Grundschulalter) zahlreiche Materialien zur Schulung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten.

Vor Ort: Aktivitäten in einer großen Vielfalt (nächstes Akkordeon)

Hinter und in der Verbandsstruktur lebt eine weite Vielfalt missionarisch-erwecklicher und glaubensstärkender Arbeit. Vor Ort firmieren die Gruppen und Gemeinden der Gemeinschaftsbewegung unter Bezeichnungen wie »Landeskirchliche Gemeinschaft«, »Evangelische Stadtmission« oder »Evangelische Gemeinschaft« o. ä. Gottesdienste, Bibelgesprächskreise, evangelistische Veranstaltungen, Angebote für Kinder und Jugendliche, musikalische Aktivitäten, Glaubenskurse, Freizeitangebote – die Palette, in der sich Gemeinschaftsarbeit ereignet, ist weit und je nach den örtlichen Gegebenheiten und Prägungen unterschiedlich.

Die Wurzeln der Gemeinschaftsbewegung liegen…

liegen in …

Reformation

Die zentralen Anliegen der Reformation wurden von der Gemeinschaftsbewegung aufgenommen (solus Christus, sola scriptura, sola fide, sola gratia – allein Christus, allein die Schrift, allein der Glaube, allein durch Gnade). Ebenso grundlegend erwies sich die biblisch-theologische Lehre vom Priestertum aller Glaubenden und die von Martin Luther in der Einleitung zur Deutschen Messe (1525) ausgeführte „dritte Form des Gottesdienstes“.

Pietismus

Philipp Jacob Spener, August Hermann Francke und auch Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf prägten mit ihren bedeutenden Neuansätzen, wie der geistlichen Reform der Kirchen, den „collegia pietatis“, als kleine Gruppen, die sich neben dem Gottesdienst zum Bibellesen und Gebet treffen, der Hoffnung auf bessere Zeiten, der Verbindung von Glaube, Bildung und diakonischem Handeln, dem gemeinschaftlichen und missionarischen Ansatz. Besonders in Württemberg, wo etwa Johann Albrecht Bengel wirkte, entstanden Gemeinschaften, die sich später der Gemeinschaftsbewegung anschlossen.

Erweckungsbewegung

Geistliche Aufbrüche in vielen Regionen Deutschlands und Mitteleuropas belebten die evangelische Christenheit. In Württemberg ist etwa Ludwig Hofacker, in Hamburg Johann Hinrich Wichern zu nennen. Einige der zu Gnadau gehörenden Verbände und Werke haben ihre Ursprünge in dieser Zeit.

Anglo-amerikanische Einflüsse

Ohne die besonders im Methodismus verwurzelte Heiligungsbewegung (Konferenzen in Oxford, Brighton und Keswick) und großevangelistischen Impulsen aus den Vereinigten Staaten von Amerika kann die Gemeinschaftsbewegung nicht verstanden werden. Teile ihrer Theologie, aber etwa auch ihres Liedgutes, wurden in dieser Phase geprägt.

Ein zeitlicher Überblick
1888

Die erste – sogenannte – Pfingstkonferenz der Gemeinschaftsbewegung findet im für den Dachverband namensgebenden Gnadau statt, einer Herrnhuter Siedlung in der Nähe von Magdeburg.

1897

Neun Jahre später organisiert sich die Gemeinschaftsbewegung im »Deutschen Evangelischen Verband für Gemeinschaftspflege und Evangelisation«. Erster Vorsitzender (Präses) wurde Reichsgraf Eduard von Pückler, eine der prägenden Persönlichkeiten der ersten Jahrzehnte.

1907 bis 1910

Die junge Gemeinschaftsbewegung gerät durch die aufbrechende Pfingstbewegung in eine tiefe Krise. In einem mühsamen Prozess kommt es zu schmerzlichen Trennungen und tragfähigen Klärungen.

1933 bis 1945

Schon nach wenigen schwierigen Monaten gewinnt der Gnadauer Verband seine Position an der Seite der Bekennenden Kirche und setzt sich inhaltich deutlich und konsequent von den „Deutschen Christen“ ab. Die Haltung zum Nationalsozialismus bleibt noch lange Zeit spannungsvoll und disparat.

ab 1945

In der Nachkriegszeit zerbricht die organisatorische Einheit durch die politischen Umstände. Neben dem im Westen angesiedelten „Gnadauer Verband für Gemeinschaftspflege und Evangelisation“ mit Sitz in Dillenburg bildet sich im Osten das »Evangelisch Kirchliche Gnadauer Gemeinschaftswerk in der DDR« mit Sitz in Woltersdorf bei Berlin.

ab 1989

Durch das Geschenk der Wiedervereinigung wird auch die Einheit der Gemeinschaftsbewegung wieder möglich. Die beiden Verbände lösen sich auf und ihre Mitglieder verbinden sich im 1991 neu gegründeten Verein „Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband e. V.“

ab 2003

Der Sitz der Gnadauer Zentrale wird von Dillenburg in die Mitte Deutschlands nach Kassel verlegt.

Kontakt

Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband e. V.
Leuschnerstraße 72a
34134 Kassel

Telefon 0561 20799-0
Telefax 0561 20799-29

E-Mail info[at]gnadauer[.]de

Newsletter abonnieren